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Kurz vor der Nds. Landtagswahl am 20. Januar 2013 will die Niedersächsische Landesregierung offenbar bei ihrer bisherigen Klientel noch rasch punkten: Schlechte Standards für unsere Wälder und Umweltverträglichkeitsprüfung beim Fracking nur für neue Vorhaben. Im gleichen Atemzug aber beruhigend zum Erdbeben im Landkreis Verden in Bezug zur dortigen Erdgasförderung: "Die Landesregierung nimmt diesen Hinweis sehr ernst."

Schlechte Standards für Wald-Naturerbe

Dr. Marita Wudtke, Leiterin Naturschutz/Umweltpolitik des BUND Niedersachsen erklärt dazu: „Die Landesregierung versucht offenbar noch vor der Landtagswahl im Januar 2013 mit hohem Tempo einen einheitlichen Standard für den Naturschutz im Wald durchzusetzen. Leider einen einheitlich schlechten. Damit soll der konsequente Schutz des Naturerbes in unseren Wäldern auf Dauer verhindert werden.“

http://www.bund-niedersachsen.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/schlechte-standards-fuer-wald-naturerbe-bund-sieht-in-geplantem-vorschriftenpaket-zu-waeldern-re/?tx_ttnews[backPid]=5911&cHash=542d59328690d0951155f6aabc16915b

 


Trotz McAllister: Bundesrat stimmt für Umweltprüfung beim Fracking!

Heute stimmte der Bundesrat für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Fracking-Bohrungen - doch ohne die Stimme Niedersachsens! In letzter Minute hatte McAllisters Regierung versucht, die Vorlage Nordrhein-Westfalens mit einem Gegenantrag komplett zu verwässern. In dem Antrag forderte Ministerpräsident McAllister zwar auch Umweltprüfungen für Fracking-Projekte, die aber explizit nur für neue Projektvorhaben gelten sollte. Doch der Vorstoß hatte - zum Glück - keinen Erfolg.

 

Damit fordert der Bundesrat die Bundesregierung jetzt offiziell auf, das Bergrecht um verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen zu erweitern. Ein wichtiges Signal an Wirtschaftsminister Rösler, der sich bislang um das Thema herumgedrückt hat!

http://blog.campact.de/2012/12/bundesrat-stimmt-fuer-umweltpruefung/

 

 

Fracking und Erdbeben

Der Niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode nimmt zu einem möglichen Zusammenhang zwischen einem Erdbeben im Landkreis Verden im November und der dortigen Erdgasförderung wie folgt Stellung:

 

"Am 22. November 2012 kam es bei Langwedel im Landkreis Verden zu einem Erdbeben der Stärke 2,8. Dessen Ursachen werden derzeit erforscht. Obwohl die laufenden Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover, in einer ersten Stellungnahme vom 12. Dezember 2012 festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen der konventionellen Erdgasförderung und dem seismischen Ereignis wahrscheinlich ist."

 

Die Landesregierung nimmt diesen Hinweis sehr ernst.

 

Das zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ist mit der umgehenden Aufklärung dieses Sachverhaltes befasst. Es besteht keine Gefahr für die in der Region lebenden Menschen, aber ein ‚weiter so' darf und wird es nicht geben.

http://www.mw.niedersachsen.de/portal/live.php/srv/www/redaktion.niedersachsen.de/powerslave/customer/cron/?navigation_id=5459&article_id=111402&_psmand=18

 

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