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im Haushalt 2010 steht auch das Umweltamts-Gebäude zum Verkauf

 

Nicht erst die erneuten Ausnahmegenehmigung für Baumfällarbeiten in Waggum für einen Supermarkt in der bereits begonnenen Brut- und Setzzeit, sowie die Bedrohung dortiger Fledermauspopulation wirft ein Schlaglicht auf Braunschweiger Umweltpolitik.


Der Stellenwert von Umweltpolitik in Braunschweig ist mit Beginn des neues Jahrtausends ein anderer:

das selbständige Umweltdezernat wurde abgeschafft und als Umweltamt unter das Baureferat subsumiert, die Umweltamts-Leute treten längst nicht mehr für die Natur in Aktion, sondern werden regelmäßig dann vorgeschickt, wenn mit Hilfe des Umweltamtes die Rechtmäßigkeit zur Beseitigung von Natur ...


...bei lukrativen Bauvorhaben angesagt ist.


Aber die Politik gibt es ja vor:

Der selbständige Umweltausschuss als Fachgremium des Rates der Stadt wurde aufgelöst und im Planungs- und Umweltausschuss untergebracht, noch in diesem Jahr soll das Amtsgebäude am Petritorwall verkauft werden.


Die Umwelt wird in Braunschweig ganz einfach abgeschafft, zerstückelt, gerodet, verkauft;  so ergeht es auch den Bäumen und Tieren von Schlosspark bis zum Querumer Forst. Schutzsatzungen werden entweder ganz gestrichen, wie die Baumschutzsatzung, oder solange ausnahmegenehmigt, bis sie keine Rolle mehr spielen.


Umso mehr aber wird über Umwelt geredet und berichtet: da bekommt die Stadt aktuell einen Umwelt-Preis für´s Aufstellen von Radfahr-Schildern, und der Fraktionsvorsitzende der CDU, Sehrt, hatte anläßlich der letzten UN-Umweltkonferenz allen Ernstes vorgeschlagen, Braunschweig für eine überregionale Umweltveranstaltung vorzuschlagen ... wegen des Stadtputztages; denn das sei Umweltschutz schlechthin ...

 

...höchste Zeit für Bürger-Engagement, diesen Leuten die rote Karte zu zeigen.

Siehe dazu auch: ökologische Problemregion Braunschweig

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