Text Size

Protestaktion vor dem Rathaus

Die Stadt Braunschweig brauchte 7 Monate zur Umsetzung eines Beschlusses einer Bürgerversammlung auf dem Altstadtmarkt.

Dort forderten Anfang April 2010 auf der seinerzeitigen Fukushima-Mahnwache Hunderte von KundgebungsteilnehmerInnen bereits die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, den Verzicht auf Atomstrom in Braunschweig, sowie den Wiedereintritt der Stadt in die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und Unterstützung des ASSE-Koordinationskreises.


Nun hat die neue Ratsmehrheit diesen Beschluß im Planungsausschuss am 30.11.2011 verbindlich auf den Weg gebracht. Ganz neue (aber eigentlich schon alte) Erkenntnisse gab es auch im Bau-Ausschuss am 30.11. zum ausufernden Streusalz-Einsatz auf Braunscheigs Verkehrsflächen, nämlich, dass die Straßenbäume erheblich geschädigt worden sind. Oder die BZ zeigt auf die nicht mehr zu ignorierenden Feinstaubbelastungen in Braunschweigs Innenstadt, da hilft nun auch kein Umstellen des Meßcontainers weg vom Bohlweg und hin zum Altewiekring. Fassaden-Politik hilft nicht mehr. Das Klima ist vergiftet.


Aufruf des Braunschweiger Bündnis zum Weltklimatag am 3. 12. 2011 ab 11 Uhr auf dem Kohlmarkt ...


Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke weltweit, kein
Neubau von Atomkraftwerken!

Für eine Wende zu 100%
erneuerbarer Energie und umfassender Kreislaufwirtschaft!


Am 11. März 2011 haben ein schweres Erdbeben und eine Tsunamiwelle in
Fukushima, Japan, die bisher schwerste nukleare Katastrophe nach Tschernobyl
ausgelöst. Die dadurch verursachte Kernschmelze ist bis heute nicht unter Kontrolle.
Der radioaktive Fallout hat mittlerweile weite Teile Nordjapans bis hin nach Tokio
verseucht. Ständig wird weiteres radioaktives
Jod, Cäsium, Strontium, Plutonium etc. in die
Luft und in den Pazifik frei gesetzt. Die
Nahrung an Land, die Fische im Meer, Luft
und Wasser werden radioaktiv verseucht.
Wieder einmal machte Fukushima deutlich:
die Produktion von Atomenergie ist nicht
beherrschbar. Trotz dieser Katastrophe sind
weiterhin weltweit 400 neue Atomkraftwerke
geplant. Abgebrannte radioaktive
Brennelemente türmen sich in den
Zwischenlagern, mit einer Strahlenbelastung
von bis zu 10.000en von Jahren. Kein
Mensch weiß bis heute, wie eine sichere
Endlagerung über eine solch lange Zeit
funktionieren könnte. Deshalb muss an
diesem Weltklimatag 2011 ein entschiedenes
Signal gesetzt werden für die sofortige
Stilllegung aller Atomkraftwerke weltweit.
Doch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und
Erdgas sind keine Alternativen. Ungebremst
steigt die Emission von Treibhausgasen weiter
an. Trotz verregnetem Sommer in
Mitteleuropa: Das Jahr 2010 war das wärmste
Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen,
und für das Jahr 2011 bahnt sich ein neuer
Rekord an. Das Scheitern der
Weltklimakonferenz in Kopenhagen 2009 hat
unmissverständlich klar gemacht: Die
Herrschenden in den Regierungen und
Chefetagen der Monopole und Banken sind
weder willens noch fähig, von sich aus den
Umschlag in eine globale Klimakatastrophe
durch entsprechende Vereinbarungen zu stoppen.
In der Abschlusserklärung des 2. Internationalen Umweltratschlags vom 8.10.2011 in
Gelsenkirchen heißt es: „Die Menschheit steht an einem Scheideweg: Die
Lebensgrundlagen und die Zukunft der heutigen und zukünftiger Generationen sind
unmittelbar in Frage gestellt. Es entwickelt sich die ernste Möglichkeit, dass die
Menschheit auf diesem Planeten nicht überleben kann. Diese dramatische Situation
stellt die internationale Umweltbewegung vor die Herausforderung, eine neue Qualität
der weltweiten, dauerhaften und verlässlichen Zusammenarbeit zu entwickeln.“
(www.umweltratschlag.de)

 

Wir werden nicht zuschauen, wie die Herrschenden die Lebensgrundlagen der
Menschheit zerstören. Wir leisten entschiedenen Widerstand!
Es ist höchste Zeit, es ist 1 vor zwölf!
Wir unterstützen den Vorschlag der Konferenz für den Schutz der Rechte der Mutter
Erde in Cochabamba vom 22.4.2010 für ein internationales Klimaschutzabkommen
der Völker (http://pwccc.wordpress.com/). Dort wird die verbindliche Reduktion des
CO2 Ausstoßes in den Jahren 2013 bis 2017 um 50% in Bezug zum Basisjahr 1990
gefordert.
Für eine Wende zu 100% erneuerbarer Energie und Kreislaufwirtschaft!
Schluss mit der Vergiftung der Biosphäre mit 100.000en von Chemikalien und
Umweltgiften. Die technischen Voraussetzungen für ein Wirtschaften in Einheit mit der
Natur sind weitgehend entwickelt. Wir rufen die Arbeiter, die kritischen
Wissenschaftler und Techniker, die Jugend, die Studenten, die Frauen auf: werdet
aktiv zur Rettung der Erde. Wir haben nur den einen Planeten. Persönlich
umweltbewußt handeln, bedeutet heute, am Widerstand gegen die Umweltzerstörung
teilzunehmen. Wir verurteilen auch
entschieden unsinnige
Verkehrsgroßprojekte wie Stuttgart
21: Sie sind für die Umwelt ein
Desaster und scheffeln nur
Milliarden für die beteiligten
Konzerne. Für eine Umwelt
gerechte Verkehrspolitik! Um ein
Wirtschaften in Einheit mit der
Natur durchzusetzen, unterstützen
wir den Aufruf von Cochabamba,
eine Weltbewegung der Völker für
die Mutter Erde aufzubauen. Die
Umweltbewegung mit ihren vielen
Einzelinitiativen muss national und international noch viel stärker als heute verbunden
und organisiert werden, demokratisch zusammenarbeiten, mit weltanschaulicher
Offenheit: Global denken und lokal, regional und global handeln.
Machen wir diesen Weltklimatag 2011 durch unseren vielfältigen öffentlichen
Protest zu einer Kampfansage an das Finanzkapital, die internationalen
Energiekonzerne und an ihre Regierungen: Diese Leute dürfen mit der
Zerstörung unserer natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen, dem Raubbau
an der Natur und an der Gesellschaft nicht weiter durchkommen.
Macht Kundgebungen und Demonstrationen, besonders vor den
Konzernzentralen der internationalen Energiekonzerne und Banken am Samstag
3.12.2011.

Diskutiert diesen Artikel im Forum (0 Antworten).

Suche