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BZ will Sachwalter kritischer Öffentlichkeit sein

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8 Jahre 3 Monate her - 8 Jahre 2 Monate her #7538 von Nachtschatten
Ich finde hier in diesen Forum, herrscht noch nicht mal richtig Meinungsaustausch :-)

Für mich ist dieses Forum, eher eine Pinnwand, für die zahlreichen Bürgerinitiativen hier in Braunschweig. Eine Möglichkeit politische Fakten zu sammeln und für die Allgemeinheit zu archivieren.

Hier werden geistige Tiefflieger, eher nicht aktiv.
Und es gibt nicht auch noch einen arroganten Redakteur, Hr. Noske, der sich über Rechtschreibfehler und Schreibweise lustig macht.
Es geht hier wesentlich Friedlicher und Professioneller zu.

Ich sehe in der Kommentarfunktion der BZ eine Chance, weil hier schreiben eigentlich immer die selben.
In den BZ Kommentaren habe ich gemerkt, das einige von hier auch dort schreiben.
Aber auch andere Personen melden sich zu Wort.

Mir geht es ganz klar um die Politisierung der Menschen, zu den verschiedensten Themen.
Ich denke dabei nicht an Parteien Politik, sondern das die BürgerInnen aus der bequemen Sofasitzhaltung herauskommen.
Deshalb werde ich mir auch in Zukunft die Kommentarfunktion bei der BZ geben.
Weil ich hoffe, das durch meine Schreibweise, vielleicht den einen oder die andere dazu ermuntern kann, auch Ihre Meinung niederzuschreiben.
Und vielleicht sogar ermuntern kann in der Realität aktiv zu werden.
Dabei wird gerade nicht das „Zepter“ den Redakteuren überlASSEn.

Und da muss ich VogelfreY zustimmen, ich habe das Gefühl das alle, die hier auf bs-online schreiben aktiv sind und gleichberechtigt als „gleichberechtigte Bürger“ schreiben.
Bis auf Castor, der/ die kein FreundIn von BürgerInnen und Bürgerinitiativen ist ;-).

Ansonsten verweise ich öfters auf dieses und andere Foren/ Quellen.
Weil mein Herz schlägt für die BürgerInnen dieser Stadt!
Die BZ ist noch weit entfernt, wirklich Bürgernahe Artikel zu bringen ( außer die von Hr. Stachura) und wirklich unabhängig und überparteilich zu sein.

Gruß Nachtschatten-Sonnenschein B)
Letzte Änderung: 8 Jahre 2 Monate her von Nachtschatten.

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8 Jahre 3 Monate her #7539 von bruno
Zum Thema

...BZ freiwillig das Zepter zu überlassen.

... würde ich erst einmal aufdröseln wollen, dass sich offensichtlich in der öffentlichen Meinungsbildung seit rd. einem halben Jahr so einiges verändert hat.
1. Die von mir hier seit Jahren monierte Hofberichterstattung der Lokalredaktion (verbunden mit den Namen Zauner, Raue und Meyer) ist einem offeneren Beteiligungsjournalismus gewichen. Die Finger werden in die Wunde gelegt, den Mächtigen schon auch mal auf die Finger geschaut - gemäß Journalistenhandbuch z.B. des Mitautors Raue gute journalistische Pflicht.
Insofern hat sich die BZ ihrer eigentlichen Aufgaben besonnen.

2. Einige Neuerungen wie die direkten Kommentarfunktionen zu den einzelnen Artikeln setzen darüber hinaus erfreulich liberale neue Standards, die wir sonst eben nur in politischen Foren wie hier oder bei bs-board vorher hatten. Solch direkte Kommentarfunktionen hat nicht mal die TAZ, da geben sich die BZ-Redakteure um Herrn Noske richtig Mühe, denn immerhin müssen sie ja alles immer mitlesen, um die leider auch mal vorkommenden Übertretungen zeitnah behandeln zu können. Alle Achtung für diese Arbeit.

3. Die Meinungsvielfalt macht diese Art BZ-Foren für die online-Leser sehr interessant und reizvoll, allein schon wegen die Direktheit und daher der SChnelligkeit des Austausches. Wozu dann noch die alten politischen Foren?

4. Ich teile die Darstellung von Nachtschatten-Sonnenschein einer weiteren Funktion für hiesiges Forum ähnlich einer Pinwand.
Also: keine Angst vor Konkurrenz und schon gar kein Verlaß auf die Dauerhaftigkeit des noch jungen journalistischen Pflänzchens der BZ!

Welches Zepter kann die BZ denn überhaupt übernehmen?
Die politischen Impulse müssen nun mal aus der Politik kommen, so wie in den letzten Jahren zunehmend von den Initiativen der Bürger selbst.

Die BI´s täten gut daran, weiterhin zu den Impulsgebern zu gehören und mit eigenen Medien dem bezahlten Journalismus auf die Sprünge zu helfen

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8 Jahre 3 Monate her - 8 Jahre 3 Monate her #7546 von Rosenbaum
Bei aller Euphorie des Kurswechsels dieser einzigen Tageszeitung Braunschweigs darf die bislang unverarbeitete Vergangenheit nicht ausgebendet werden.
Ob die jetzt praktizierte Bürgernähe glaubwürdig und nachhaltig ist, muß auch im Lichte des Umgangs mit den drei großen Themen gesehen werden, die in den vergangenen zehn Jahren die Stadt bestimmt haben:

1. Die Legende vom Haushaltswunder: Von "Modell Braunschweig" schrieb noch vor 6 Jahren die Braunschweiger Zeitung und verstieg sich sogar in Formuierungen wie "Ein Fall fürs Lehrbuch". Die Stadt sei "schuldenfrei".
(siehe dazu auch: www.braunschweig-online.com/beitraegeanzeigen/47-politik/67-qspare-in-der-zeit-dann-hast-du-in-der-notq.html )

2. Die Schloß-Legenden: Dabei gab es gleich mehrere Geschichten, die zum Teil frei erfunden waren, wie im Falle des schlafenden polnischen Lastwagenfahrers, der für die Pannen rund um die Boreksche Quadriga-Verzögerungen verantwortlich gemacht wurde.
(siehe Dokumentationen der Presse BI zum Zusammenspiels zwischen Zeitung und Rathaus:
a) "Kein Cent geht ins Schloss - Die unheilige Allianz zwischen OB Hoffmann und Braunschweiger Zeitung - Ein Schauspiel in sieben Akten" www.bpress.unser-braunschweig.de/Keinen_Cent.pdf
b) "Vier Rösser, ein Sponsor und viele Esel - Die Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung zur Enthüllung der Quadriga am 6. Mai 2007"
www.bpress.unser-braunschweig.de/Vier_Rosser__ein_Sponsor_und_viele_Esel.pdf )

3. Die 257-fache Wiederholung des Begriffes "Forschungsflughafen" zur Verschleierung des simplen Ausbaus eines VW-Verkehrsflughafens.
(siehe: www.braunschweig-online.com/bibs-forum/48-artikel-der-startseite/6452-wegen-schummeleien-beim-flughafenausbau-droht-nun-der-absturz-bei-den-foerdermitteln.html?limit=6&start=24#6638 )


Alle drei Legenden haben die Braunschweiger Gesellschaft tief gespalten.
Die Braunschweiger Zeitung mit ihrer Lokalredaktion trägt die Verantwortung dafür. Eine Aufarbeitung ihrer Rolle zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung fand bis zum heutigen Tage nicht statt.
Herr Noske hat zwar eine Tür zu neuen Ufern geöffnet, aber längst nicht durchschritten.
Letzte Änderung: 8 Jahre 3 Monate her von Rosenbaum.

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8 Jahre 3 Monate her #7547 von bruno
Die drei Legenden sind bei genauerer Betrachtung ja eigentlich bewußte Lügengebäude. Da wurde über Jahre hinweg die Öffentlichkeit manipuliert.

Beispiel Haushaltswunder: quasi aus dem Nichts und ohne z.B. die Kanäle zu verkaufen seien rund 100 Millionen Euro der Stadt zugeflossen. Ein Wunder also, wie man das sonst nur in Märchenbüchern findet. Außerdem sei die Stadt durch diese Privatisierungspolitik auch noch schuldenfrei. Verschwiegen wurde, das hier zukünftige Gebühreneinnahmen der Stadt für Jahrzehnte weggegeben wurden (sog. Forfaitierungen), ein Riesengeschäft für Banken, veolia, ALBA und Co.

Stimmt schon, solange die Lokalredaktion diese Lügengebäude nicht korrigiert, bleibt der Wandel unglaubwürdig.

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8 Jahre 3 Monate her #7553 von Nachtschatten

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8 Jahre 3 Monate her - 8 Jahre 3 Monate her #7554 von Ulenspiegel
Vogelfrei schrieb:

Danke erstmal, dass ich einen Altmeister dieses Forums wieder zum Schreiben motivieren konnte! *g*

Um Ihre Fragen zu beantworten, möchte ich der Einfachheit halber nur auf den Namen dieser Themen-Historie verweisen: "BZ will Sachwalter kritischer Öffentlichkeit sein" und die obenstehenden Artikel.

Und die Sache mit der Gleichberechtigung möchte ich mit einer Gegenfrage beantworten: Haben Sie in diesem Forum das Gefühl, nicht gleichberechtigter Teil der Kommentierenden zu sein? Falls das so ist, gibt es hier ja möglicherweise Verbesserungsbedarf, der dann auch diskutiert werden sollte.

Ich persönlich lasse meine Meinung lieber hier verlauten, als auf den Internetseiten einer Zeitung, deren Berichterstattung ich teilweise, nun ja, sagen wir mal, nicht unproblematisch finde...

Gruß
VogelfreY



Herr VogelfreY,

Dank für Ihre Antwort.
Schmunzel mir eins. Ja, es ist Ihnen gelungen, den ollen Narren hinterm Ofen vorzulocken, vielmehr das von Ihnen angesprochene Thema BZ im Verhältnis zu diesem Forum und dessen Qualität. Auf Ihre Antwort nun die meine:

Ich sehe, dass dieses Forum, von einigen Bürgern für ein Forum der BIBS gehalten wird, einige sagen offen, es sei ein Rosenbaum-Forum. Dabei ist es offen für jeden. Leider beleben es auch nur Wenige mit Beiträgen.

Es scheint auch leider nicht gelungen, mehr Teilnehmer zu generieren oder auch dieses zugeschriebene BIBS-Etikett in seiner Dominanz abzutragen, trotz reger Bemühung einiger Forenschreiber, die nicht unbedingt der BIBS angehören, sondern echt ihre Meinung schreiben. Immerhin, es wird gelesen. Ein immer weniger besuchtes, weniger gelesenes oder auch unkommentiertes Forum kann so "gleichberechtigt" sein oder sich geben, so viel es will, wenn sich keinerlei Diskussion oder Auseinandersetzung darstellt, was nützt es dann?

Aber es gibt auch ein PRO für dieses Forum:
Es bietet Information, die oftmals nicht in der Zeitung steht und kann zum Nachdenken anregen. Großes Plus! Mio Dio Biodiversität und Artenvielfalt sind groß im Gespräch, das gilt für Foren- und Medienvielfalt gleichermaßen.

Hier stimme ich Frau Nachtschatten gerne zu, der es an Diskussion mangelt und die dieses Forum als Pinnwand betrachtet. Als Pinnwand der Bürgerinitiativen kann man das Forum derzeit noch nicht betrachten, dazu betreiben ja viele Bürgerinitiativen ihre eigenen Seiten, die man, sofern man Interesse an der Arbeit dieser BI hat, dann suchen muss, um sie besuchen zu können. Da besitzt natürlich dieses Forum eine Kommentarfunktion, viele BI-Infoseiten eben nicht. Ein Vorteil dieses Forums also, wenn auch kaum genutzt.

PRO BZ-Kommentar

Es fällt wohl unumstritten auf, dass bei der BZ mehr Menschen schreiben und mehr Kommentare kommen. Wie das denn? Größere Reichweite oder mehr Bürger, die die BZ für neutraler halten als ein/dieses Forum?

Dass die BZ "Sachwalter kritischer Öffentlichkeit" sein möchte, stand bei meiner Anfrage gar nicht so zur Debatte. Dennoch kurz meine Auffassung dazu: Sie ist es beiweitem nicht, noch nicht. Ob sie es je wird mit den alten Köpfen in der Redaktion, wer weiß? Möglicherweise kann der Leser, gerade auch der kommentierende Leser sie da mehr in die richtige Richtung klöppeln. Die fast beleidigende REaktion der Redaktion in persona Noskes zeigt schon, dass ihn da einige Kommentatoren und -innen ziemlich auf den Nerv getroffen haben, autsch! Hei, find' ich ziemlich guuut!

Aber so empfindlich auf die kritische Leserschaft zu reagieren, die gegebene Anonymität nun wieder zu beklagen, sich einzelne heraus zu picken, um sie mit Ironie zu übergießen, macht Herrn Noske als seriösen, neutralen Journalisten nicht nur irgendwie unglaubwürdig, sondern ihn mit allen anderen Nutzern dieses Online-Produkts auch gemein. Noske wird zum beleidigten und beleidigenden User, hat aber Zensurgewalt und seine Beiträge werden daher nicht gelöscht. Macht nix, lesen kann man seinen Kommentar und die REkommentare seiner Leser ja dennoch. Da hagelt es viel Kritik an Noskes Beitrag. Find ich auch guuut!

Die BZ hat sich jedenfalls endlich nach langer langer Zeit darauf eingelassen, eine mehr oder minder funktionierende Kommentarfunktion offen zu stellen und die Gründe dazu liegen offen auf der Hand für jeden halbwegs denkenden Menschen. Heute kommt selbst so ein rückständiges Provinzblatt kaum noch ohne aus. Man gibt sich mit diesem einfachen Trick eine Art künstliche Öffnung, die natürlich jederzeit zensiert oder beschnitten werden kann.

Eines hat die BZ aber diesem Forum jedoch immer noch voraus, und hier möchte ich auch auf Frau Nachtschattens Beitrag hinweisen: Sie wird von weitaus mehr Besuchern gelesen, also kann ein Kommentar (und auch diese werden nachweislich und gerne gelesen), bei BZ-online dann doch mehr Leute, auch Leute mit anderer Meinung, sehr breit erreichen. Allein schon deswegen, ist es strategisch sinnvoll, politische Information, Korrekturen zu den im Artikel gemachten Darstellungen oder gar Einseitigkeit in der Berichterstattung vorzunehmen, in dem man bei der Online-Zeitung schreibt. Deshalb lohnt sich ein trefflicher gut geposteter BZ-Kommentar allemal. Ganz ohne Emotion und Befindlichkeit guck' ich, seh' ich, die Reichweite ist größer, weil mehr die BZ kennen und aufrufen und damit auch das, was in den Kommentaren an Info steht. Je mehr diese Info lesen, desto mehr Wirkung...

meint der
Ulensp!egel

Ach, hier noch extra Kompliment und Dank an Nachtschatten, deren Engagement und diverse ihrer interessanten Infos mich doch noch etwas wach gehalten haben.

Blümchen Ö:-->
vom
Ulensp!egel
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