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Umwelt

Umwelt in Braunschweig verkauft

im Haushalt 2010 steht auch das Umweltamts-Gebäude zum Verkauf

 

Nicht erst die erneuten Ausnahmegenehmigung für Baumfällarbeiten in Waggum für einen Supermarkt in der bereits begonnenen Brut- und Setzzeit, sowie die Bedrohung dortiger Fledermauspopulation wirft ein Schlaglicht auf Braunschweiger Umweltpolitik.


Der Stellenwert von Umweltpolitik in Braunschweig ist mit Beginn des neues Jahrtausends ein anderer:

das selbständige Umweltdezernat wurde abgeschafft und als Umweltamt unter das Baureferat subsumiert, die Umweltamts-Leute treten längst nicht mehr für die Natur in Aktion, sondern werden regelmäßig dann vorgeschickt, wenn mit Hilfe des Umweltamtes die Rechtmäßigkeit zur Beseitigung von Natur ...

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Waldkauz zwar behördlich festgestellt, schnell noch die Bäume gefällt

Schnell umgesägt, damit der Waldkauz gar nicht erst landen kann

 

Die ersten hundert Bäume mit Stammdurchmessern von 60 cm und mehr wurden heute unter den Augen dagegen protestierender Waggumer gefällt.


Und das, obwohl die untere Naturschutzbehörde die ersten Tiere, so z.B. den Waldkauz, entdeckt hat.

Das bestätigte der zuständige Mann im Umweltamt (untere Naturschutzbehörde) Herr Kühl.

 

Herr Kühl räumte sogar gegenüber der BIBS-Fraktion in einem Telefonat um 14 Uhr ein, dass damit eigentlich die Bestimmung aus dem nieders. Naturschutzgesetz greife, wonach ab 1. Februar solche potentiellen Nistbäume nicht mehr gefällt werden dürfen; aber die Stadt gehe in ihrem Rechtsverständnis von einem Ausnahmetatbestand aus: mit dem seinerzeitigen Planfeststellungsbeschluss zur Landebahnerweiterung sei der Natur-Ausnahmetatbestand gleich mit impliziert.


Eine Behörde, die dem Naturschutz verpflichtet ist, wird also mittels juristischer Trickserei auf die Vernichtung der Natur umgepolt. Zuständige Akteure auch hier wieder: Der OB höchstpersönlich, aber leider auch wieder die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz, in deren Auftragsbereich die innerhalb des umzäunten Bereiches jetzt stattfinden Abholzungen noch fallen.

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Gelungener Wiederaufforstungs-Auftakt mit spektakulärer Robin-Wood Aktion

Robin Wood - Aktion in luftiger Höhe im Querumer Forst
Foto: www.waggum.de

 

Sonntag, 24.1.2010: Dem Aufruf zur Wiederaufforstung folgten rund 160 Waggumer und Aktive.

Spektakulärer Höhepunkt war eine Transparent-Aktion von Robin Wood, wobei ein großes Banner mit der Aufschrift "Umweltzerstörer mit zwei Buchstaben" in luftiger Höhe zwischen zwei Bäumen auf der  bereits großen Wald-Lichtung angebracht wurde.

Emsiges Handanlegen für die Wiederaufforstung im Querumer Forst

 

Zaungäste der Aktion waren auch einige Offizielle der Flughafengesellschaft, die ihre Aktivitäten entfalteten, die Polizei zu Eingriffsmaßnahmen und Personalienfeststellungen aufzustacheln.

Allerdings erfolglos: im Gegenteil wurden die Offiziellen als der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Gelfert, sowie der neue Pressesprecher der Flughafengesellschaft Ernst-Johann Zauner enttarnt.


Als sie bemerkt wurden, versuchten sie vor der anwesenden Öffentlichkeit zu entweichen.

Auf die Frage, wer sie zu diesem Denunziantentum beauftragt habe, mochten sie auch nicht antworten.

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Ja, OB Hoffmann hat der altehrwürdigen Stiftung die Rolle für die Drecksarbeit zugewiesen

Die perfide Rollenteilung zwischen Abholzung der Bäume einerseits und Rodung des Geländes andererseits wurde nun einen Tag später durch die Flughafengesellschaft bestätigt.


So schreibt die Flughafengesellschaft mit Brief vom 19.1.2010, dass sie nur für die spätere Rodung des Geländes zuständig sei, während der Stiftung die Aufgabe des forstlichen Einschlags zugeordnet wurde. Denn man bemerke die Feinheiten: erst werden die Bäume gefällt ("geerntet" mit den Harvestern), dann wird die von Bäumen entleerte Fläche gerodet (Stümpfe mit Wurzelwerk und Waldboden raus) (siehe: "Stiftung tatsächlich Organisator der Baumfällerei").

Es dürfte keine Unterstellung sein, dass diese teuflische Rollenteilung,  die Sägerei und Abholzung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz aufzubürden, dem Hirn des OB´eren und damit auch  Vorsitzenden dieser Stiftung zuzuschreiben ist.

Was für ein mieses, niederträchtiges Spiel, genau die Institution, die von Alters her der Bewahrung von Kulturgut und Natur verpflichtet ist, sich selbst verstümmeln zu lassen.
Wahrlich eine Meisterleistung in Respektlosigkeit vor Schöpfung, Mensch und Natur.


Die Waggumer quittierten diese neue Runde schlimmer Enthüllungen und unredlicher Rathauspolitik  mit der Stillegung der Harvester am Mittwoch unter den Augen überregionaler Öffentlichkeit bei Fernsehaufnahmen von RTL.


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